„#Girlboss“ von Sophia Amoruso

#GirlbossErschienen in: Portfolio Penguin, August 2015
Ausführung: Paperback, S.256
ISBN: 978-0-241-21793-1
Preis: £ 9,99 [GB] 5,99 € [D]
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Vom Tellerwäscher zum Millionär – das Sinnbild des amerikanischen Traums. Sophia Amoruso, Gründerin von Nasty Gal, ist dies ebenso gelungen, auch wenn es in ihrem Fall das langweilige eintönige Belegen von Subway-Broten war. Doch wer sich denkt, dass die Erfüllung des American Dream von Glück und Zufall abhängt, den belehrt Amoruso in ihrem Buch „#GIRLBOSS“ eines Besseren.

„This book will teach you how to learn from your own mistakes and from other people´s (like mine). It will teach you when to quit and when to ask for more. It will teach you to ask questions and take nothing at face value, to know when to follow the rules and when to rewrite them. It will help you to identify your weaknesses and play to your strengths. It will show you that there´s a certain amount of irony to life.
– #GIRLBOSS S. 5

Sophia Amoruso, 1984 in San Diego geboren, schaffte es innerhalb von sieben Jahren und vor ihrem 30. Geburtstag vom Dasein einer Gelegenheitsdiebin zur CEO von Nasty Gal, einem der erfolgreichsten Online Versandhandel in der Modebranche. 2012 wurde Nasty Gal vom Inc. Magazine zu einer der am schnellsten wachsenden Firmen gekürt und Sophia Amoruso 2016 vom Forbes Magazine zur reichsten Selfmade Millionärin der Welt.

In ihrem Buch beschreibt die Autorin in elf Kapiteln ihren Weg von der zu Hause unterrichteten Jugendlichen und Gelegenheitsjobberin, die nicht so recht wusste, wo sie hingehört und wo sie hinwill, zur erfolgreichen hart arbeitenden Unternehmerin, die ein klares Ziel vor Augen hat. Das Buch beginnt mit einer kurzen Chronologie der wichtigsten Ereignisse ihres bisherigen Lebens. Danach sind die Kapitel geprägt von einer Mischung aus persönlichen Lebensereignissen und Ratschlägen im Bereich Marketing und Unternehmensgründung. Der Leser erfährt, wie Amoruso mit Anfang zwanzig den Ebay Shop Nasty Gal Vintage gründete, der nach kurzer Zeit durch geschicktes erfolgreiches Marketing zum Topseller wurde. Aufgrund der hohen Nachfrage war der Onlineshop Nasty Gal geboren, der sich durch harte Arbeit und Social Networking schnell zum milliardenschweren Imperium mit 350 Angestellten entwickelte. Vom „Glücksprinzip“ hält die Autorin nicht viel und erklärt immer wieder deutlich, dass man nur alles Schaffen kann, wenn man auch hart dafür arbeitet.

A #GIRLBOSS is someone who´s in charge of her own life. She gets what she wants because she works for it. As a #GIRLBOSS, you take control and accept responsibility. You´re a fighter – you know when to throw punches and when to roll with them. Sometimes you break the rules, sometimes you follow them, but always on your own terms. You know where you´re going, but can´t do it without having some fun along the way. You value honesty over perfection. You ask questions. You take your life seriously, but you don´t take yourself too seriously. You´re going to take over the world, and change it in the process. You´re a badass.
–  #GIRLBOSS S. 11

Das Buch liest sich flüssig und ist gut verständlich. Es ist nicht geschrieben wie ein klassischer Ratgeber, sondern vermittelt dem Leser eher das Gefühl, als würde er mit der Autorin bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen und sich Tipps von einer guten Freundin holen. Hervorgerufen wird dieses Gefühl durch den oftmals spritzig witzigen Ton der Autorin sowie durch die privaten Fotos, die sie mit den Lesern teilt. Ebenso wird deutlich, dass Amoruso mit ihrem Buch nicht vorschreiben möchte, wie es richtig geht, sondern ihre erfolgreiche Geschichte erzählen und ihreselbst gemachten Erfahrungen weitergeben möchte.

Girlboss

(…) the whole philosophy behind this book is that true success lies in knowing your weaknesses and playing to your strengths.

– #GIRLBOSS S. 67

Mein Fazit:
Sophia Amorusos „#GIRLBOSS“ ist kein To-Do Ratgeber zum garantierten Erfolg. Vielmehr ist es ein Buch voller persönlicher Lebens- und Berufsweisheiten. „#GIRLBOSS“ erschien erstmals 2014, also vor der im November 2016 angemeldeten Insolvenz ihres Unternehmens NastyGal. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ihr Buch ein inspirierender Beitrag zum erfolgsversprechenden Erreichen seiner beruflichen Ziele, der von kleinen biografischen Anekdoten, schlechten aber lehrreichen Erfahrungen sowie privaten Fotos und Zeichnungen begleitet wird. Und wie Sophia Amoruso in ihrem Buch deutlich macht: von nichts kommt nichts, und wenn du Rückschläge einstecken musst, stehst du wieder auf, lernst daraus und arbeitest weiter hart für deinen Traum und deinen Erfolg. Egal ob Studentin, Angestellte oder Selbstständige – Sophia Amorusos #GIRLBOSS bietet jedem die ein oder andere Weisheit, die einem auf dem Weg zum beruflichen Erfolg weiterhelfen kann.

© Cover-, Bild- und Zitatrechte liegen bei Penguin Random House

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„Die unsichtbare Bibliothek “ von Genevieve Cogman

DSC00975Erschienen bei: Bastei Lübbe, Juli 2017
Originaltitel (Englisch): The Invisble Library
Ausführung: Gebunden, S. 447
ISBN: 978-3-404-20870-8
Preis: 10,00 € [D]

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Alles beginnt mit einem Buch…

Die unsichtbare Bibliothek – ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben.

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Was ist uns das Buch noch wert?

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Am Mittwoch vor zwei Wochen titelte die Frankfurter Allgemeine „Umsätze brechen ein: Ist das Buch am Ende?“. Auf den ersten Blick scheint dies nur das immer wieder auftauchende Geschrei vom Ende zu sein, das im Schatten der Frankfurter Buchmesse so bedrohlich klingt, wie die Rede von der Apokalypse, die dann doch nicht kam. Selbst wenn sich die Branche noch irgendwie über Wasser halten kann und es bei den Verlagen heißt, „alles halb so wild“, fragen wir uns im Zusammenhang mit unseren eigenen Erfahrungen, was ist uns ein Buch noch wert?

Der Gedanke spuckt schon länger in meinem Kopf herum. Zum ersten Mal kam er auf, als ich genau das erlebte, was der Artikel in der Frankfurter Allgemeine schildert. Doch damit fand ich mich irgendwie ab und dachte, dass es nicht überall so ist. Meine Meinung änderte sich jedoch, als ich zusammen mit Nathalie versuchte aussortierte Bücher beim Flohmarkt zu verkaufen. Unsere Bücher waren wie neu, teilweise Hardcover. Doch selbst wenn wir nur drei Euro verlangten, gingen die Leute schnell weiter.

Danach versuchte ich, über die bekannten Plattformen meine Bücher zu verkaufen. Doch dort wurden mir nur Cent Beträge angeboten, da meine Bücher nicht direkt von der Bestsellerliste stammten. So sollte ich für beispielsweise insgesamt neun Bücher nur zwei Euro und fünfundneunzig Cent bekommen. Ich war frustriert. Warum sollte ich mir die Mühe machen, die Bücher einzulesen und zu verpacken für läppische fünfzig Cent pro Buch? Da konnte ich sie genauso gut in einen Karton packen und irgendwo verstauen. Auch ein Versuch über Instagram direkt über die Community brachte keine Reaktion. Dann stellte ich, einige (fast zwanzig) in einen Bücherschrank. Nach nur zwei Tagen waren alle weg, demnach waren sie doch nicht so unbegehrt, wie ich dachte. Es wollte nur niemand dafür zahlen.

Sind wir noch bereit, den tatsächlichen Wert eines Buches zu zahlen?

Dies brachte mich dazu, mich zu fragen, warum gerade wir als Leser oftmals Schwierigkeiten haben, Bücher richtig wertzuschätzen und gewillt sind einen angemessenen Preis zu zahlen? Auch ich habe mich schon dabei erwischt, wie ich ein Buch von einem der Gebrauchthändler gekauft habe. Doch in der Regel versuche ich, meine Bücher über Amazon und dortige private Verkäufer gebraucht zu erstehen, sollten sie nicht mehr im regulären Handel verfügbar sein. Doch seit ich meine Bücher selbst dort einstelle, weiß ich, dass selbst dort als Privatverkäufer höchstens zwei Euro pro Buch abfallen.

Ich kann den Schnäppchengedanken nachvollziehen. Gerade für jüngere Leser ist es eine Möglichkeit viele Bücher trotz wenigem Geld zu bekommen. Doch wenn ich an meine Jugend zurückdenke – ich weiß ich klinge jetzt total alt –, habe ich trotz kleinem Bücherregal und Budget massenweise gelesen. Es war gar nicht schwer. Ich bin einfach in unsere örtliche Bibliothek gegangen (in der ich noch heute Mitglied bin) und habe alles verschlungen, was da war. Dabei entdeckte ich oft ungeahnte Schätze. Selbstverständlich besitzt man diese Bücher nicht, doch heute denke ich, dass dies sogar ein Vorteil ist. Hätte ich mir all diese Bücher irgendwie gekauft, dann hätte ich nun wirklich Platzprobleme.

Mangelnde Wertschätzung ein gesellschaftliches Problem

Unsere Gesellschaft driftet immer weiter in eine blinde Konsumgesellschaft ab. Es ist schon lange bekannt, dass Blogger und Youtuber (insbesondere mit den Themen, Lifestyle, Beauty und Mode) uns immer wieder zu noch mehr Konsum anregen und viele Wohnungen geradezu überquellen mit Dingen, die niemand braucht. Ein Laster, bzw. eine Leidenschaft darf jeder haben, doch sollten wir nicht besser dazu übergehen, diese Leidenschaft zwar zu pflegen, die benötigten Dinge jedoch auch wertzuschätzen? Es scheint so, als hätten wir verlernt zu genießen. Nachdem ein Buch durchgelesen ist, warten bereits viele weitere in unseren Regalen, manche werden womöglich nie gelesen, da Spotpreise für gebrauchte Bücher oder Leseexemplare für Blogger es ermöglichen fast nichts mehr für Bücher ausgeben zu müssen.

Ich weiß ich kratze hier nur an der Oberfläche eines Problems, welches tief mit den Strukturen unserer heutigen Konsumgesellschaft verwurzelt ist. Doch wenn man über Probleme schweigt, werden sie bekanntlich nie gelöst. Obwohl ich selbst Bloggerin bin, möchte ich versuchen, mein eigenes Konsumverhalten zu kontrollieren und zumindest mir selbst zu Herzen nehmen, bereit zu sein, den Wert meiner Bücher zu bezahlen und bei gebrauchten Büchern darauf zu achten, dass den Verkäufern tatsächlich davon etwas bleibt. Und am wichtigsten, ich möchte nicht verlernen, ein Buch in allen Zügen zu genießen. Ich möchte weiterhin den Zauber einer Buchhandlung verspüren, in der ich noch etwas entdecken kann, weil ich nicht schon alle Neuerscheinungen kenne. Und sollte ich ein neues Zuhause für einen meiner Schätze suchen, würde ich mich freuen, wenn er an einen Ort kommt, wo er weiter wertgeschätzt wird und seine Magie auf seinen neuen Leser überträgt.

Eure Dana

„Tuesday und der Zauber des Anfang“ von Angelica Banks

DSC00971Erschienen in: Magellan Verlag 2014
Ausführung: Hardcover, S. 240
ISBN: 978-3-7348-4702-8
Preis: 14,95 € [D]

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Bücherwürmer wissen es. Jedem Anfang liegt ein Zauber inne. Dieser Zauber trägt uns fort in neue Welten, führt uns zu Abenteuern und neuen Bekanntschaften. „„Tuesday und der Zauber des Anfang“ von Angelica Banks“ weiterlesen

„Girl on the Train. Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ von Paula Hawkins

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Erschienen in: blanvalet, Oktober 2016
Originaltitel (Englisch): The Girl on the Train
Ausführung: Paperback, S.488
ISBN: 978-3-7645-0601-8
Preis: 12,99 € [D]
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Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt und abends wieder zurück. Jedes Mal hält der Zug an derselben Stelle. Jedes Mal blickt Rachel wieder auf das, was sie verloren hat und niemals wird haben werden. Und immer wieder sieht sie, wie es idealerweise hätte sein können. Doch eines Tages sieht Rachel während ihrer Zugfahrt an der Stelle etwas, das nicht so ist wie immer, und dass die alltägliche Routine, und sie völlig aus der Bahn wirft…

„Girl on the Train. Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ (2015) ist Paula Hawkins Debütroman unter richtigem Namen. Zuvor hatte die Wirtschaftsjournalistin unter dem Pseudonym Amy Silver Frauenromane wie „Du und ich und all die Jahre“ (2011) oder „Was bleibt, wenn du gehst“ (2013) geschrieben, die jedoch nicht an die Bekanntheit und den Erfolg von „Girl on the Train“ heranreichen konnten. 2016 ist der Roman mit Emily Blunt in der Hauptrolle als Rachel erfolgreich verfilmt worden.

Die Protagonistin Rachel, mit der Hawkins Roman startet, ist 34 Jahre alt und fährt täglich mit dem Zug nach London und abends wieder zurück. Nachdem sie in der Vergangenheit verzweifelt mit ihrem Mann Tom versucht hatte schwanger zu werden und auch eine In-vitro-Fertilisation erfolglos bliebt, verfiel sie in Depressionen und begann zu trinken. Ihre Ehe zerbrach und Toms schwangere Affäre, die Immobilienmaklerin Anna, zog schon zwei Tage nach ihrem Auszug in ihr bisheriges Zuhause ein. Dieses betrachtet sie, alkoholabhängig, arbeitslos und bei ihrer Freundin wohnend, täglich sehnsüchtig, wenn der Zug an genau dieser Stelle hält. Ebenso beobachtet Rachel „Jess“ und „Jason“, wie sie sie getauft hat, im Nebenhaus und malt sich deren perfektes gemeinsames Eheleben aus. Eines Tages sieht sie, wie „Jess“ scheinbar einen anderen Mann küsst und damit ihre, sowie Rachels, Traumidylle aufs Spiel setzt, was sie wütend macht. Rachel steigt später an diesem Tag betrunken an der Haltestelle aus und wacht am nächsten Morgen verkatert und blutverschmiert mit einem Filmriss auf und kann sich beim besten Willen nicht daran erinnern, was nach dem Aussteigen eigentlich passiert ist. Aus der Zeitung erfährt sie, dass Megan, wie „Jess“ tatsächlich heißt, seit eben diesem Abend verschwunden ist. Rachel muss sich nun mit ihren Erinnerungen und ihrem Bewusstsein auseinandersetzten und der Frage nachgehen, ob sie was mit Megans Verschwinden zu tun hat, was tatsächlich passiert ist und welche ihrer Erinnerungen real sind und welche nicht.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive der Frauen Rachel, Anna und Megan erzählt. Jedes Kapitel trägt den Namen einer der Frauen sowie Datum und Tageszeit und ist jeweils sehr subjektiv in einer Art Tagebuchstil verfasst, was dem Leser einen guten Einblick in das Innenleben der jeweiligen Frau gibt, ohne zu viel zu verraten. Ihre beschriebenen Wahrnehmungen sind gegenseitig oftmals widersprüchlich und unzuverlässig. Chronologisch angeordnet sind die Kapitel nicht. Der Leser springt beim Lesen innerhalb der Handlung hin und her und durchlebt so manchen Rückblick mit der jeweiligen Person. Diese Vorgehensweisen Hawkins haben zur Folge, dass mit den Vermutungen des Lesers gespielt wird, und dieser sich immer wieder von Neuem fragen muss, wer wohl tatsächlich der Täter ist.

Zu Beginn ist Hawkins „Girl on the Train“ eine Charakterstudie sowie Vorstadt- und Beziehungsdrama und entwickelt sich im weiteren Verlauf der Handlung zum richtigen Psychothriller, der den Leser mitreißt. Als Leser stellt man sich so manches Mal die Frage, ob man seinen eigenen Sinnen überhaupt noch trauen kann. „Girl on the Train“ kann sich neben Gillian Flynns „Gone Girl“ (2012) und anderen Krimiautorinnen in die Reihe des von Julia Crouch 2013 eingeführten Genres „Domestic Noir“ einreihen, dass sie wie folgt definiert:

In a nutshell, Domestic Noir takes place primarily in homes and workplaces, concerns itself largely (but not exclusively) with the female experience, is based around relationships and takes as its base a broadly feminist view that the domestic sphere is a challenging and sometimes dangerous prospect for its inhabitants. (Quelle: http://juliacrouch.co.uk/blog/genre-bender)

Während eben durch die Erzählperspektive das Innenleben der Frauen einfühlsam ausgeleuchtet wird, bleiben die männlichen Charaktere, Tom, Megans Ehemann Scott und Dr. Kamal Abdic (Megans Therapeut) schemenhaft, da den subjektiven Wahrnehmungen der Protagonistinnen nichts hinzugefügt wird. Richtig sympathisch ist jedoch keiner der beschriebenen Charaktere und man traut als Leser jedem das Harmloseste wie auch das Grauenvollste zu.

Mein Fazit:
Paula Hawkins gelingt mit „Girl on the Train. Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ ein spannender Psychothriller, der sogar mich als nicht gerade Krimi und Thriller Fan mitgerissen hat. Es war durch die Erzählperspektive immer wieder aufregend mit voranschreitender Lektüre Schritt für Schritt die Puzzleteile zur Auflösung des Mordes zusammen zu puzzeln und das Beziehungsgeflecht der einzelnen Charaktere gedanklich zusammen zu spinnen. Die andauernde bedrückende und angespannte Stimmung war mal eine gute Abwechslung zu den oft meist fröhlich positiven Frauenromanen. An einem regnerischen Herbsttag mit Kuscheldecke und einer schönen warmen Tasse Tee jedem zu empfehlen, der Lust darauf hat mit der Protagonistin Rachel zu entschlüsseln, was sich tatsächlich wie und wann zugetragen hat.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei blanvalet

„Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ von Sabaa Tahir

Erschienen in: Bastei Lübbe, November 2016
Orginaletitel (Englisch): A Torch against the Night
Ausführung: Hardcover, S. 512
ISBN: 978-3-846-60038-2
Preis: 17,00 € [D]
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Sabaa Tahir greift mit „Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ die Handlung aus „Elias und Laia – Die Herrschaft der Masken“ – der Roman war ursprünglich als Einzelband geplant – auf und spinnt den Faden in ihrer Welt, ähnlich dem römischen Imperium und einer Fantasiewelt der Djinn, weiter. Damit folgt sie weiter dem Trend, der sich mit Wüstensettings und der Welt aus „Tausend und einer Nacht“ beschäftigt.

In einem Moment war Elias ein Kandidat für das Amt des Imperators und Laia eine getarnte Sklavin, die ihren Bruder retten wollte, im nächsten sind sie die meist gesuchten Flüchtlinge des Landes. Und dicht auf ihren Versen sind die grausame Kommandantin und Helena, Elias beste Freundin und nun Blutgreif des Imperators. Ganz auf sich allein gestellt versuchen Elias und Laia, das gesamte Imperium zu durchqueren und Darin aus dem Gefängnis in Kauf zu retten.

Elias und Laia erfahren auf ihrer Flucht vor der Kommandantin und Helena vieles über sich selbst und die Vorgeschichte des Landes. Unterwegs begegnen ihnen alte und neue Freunde und sie lernen, dass sie im Kampf gegen die bösen Machenschaften, deren wahrer Strippenzieher noch unbekannt ist, Opfer bringen müssen.

Auch Helena erhält im Dienst des Imperators wichtige Informationen, die jedoch ihre Welt verändern. War sie im ersten Band noch die Begleiterin Elias‘, die seine Vorstellungen und Handlungen in Frage stellte und dem Imperium treu ergeben war, muss sie nun ihre eigenen Ansichten überdenken und erkennen, was sie wirklich will. Helenas Perspektive ist so eindringlich, dass sie fast in den Vordergrund der Handlung rückt. Ihre Entwicklung fesselt den Leser an die Seiten und lässt ihn mit ihr Leiden, denn sie muss in diesem Band die größten Opfer bringen.

„Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ besticht durch die neue Perspektive Helenas und seine verschiedenen Akteure, die jeder für sich eigene Pläne verfolgen und auf diese Weise nur schwer ersichtlich wird, wer nun bekämpft werden muss. Ihnen allen lasten positive und negative Seiten an und selbst für Wesen wie den Nachtbringer kann man Mitleid empfinden. Band zwei greift viele Handlungsstränge aus dem ersten Band auf und knüpft neue dazu, die schließlich in Band drei und Band vier hoffentlich aufgegriffen werden.

Mein Fazit:

Band zwei der Reihe Elias und Laia von Sabaa Tahir konnte mich genauso fesseln, wie sein Vorgänger. Die Charaktere sind stark, vielschichtig und manch einer grausam. Man kann sich ihnen und ihrer Welt nicht entziehen und fiebert bis zur letzten Seite mit. Nochmals möchte ich Helena erwähnen, deren Entwicklung erstaunlich gut ausgearbeitet ist.

 

© Cover- und Zitatrechte liegen bei Bastei Lübbe

Happy Birthday LYX!

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Bücher: „Such nicht die Sünde“ Meredith Duran, „Jäger der Nacht“ Nalini Singh,“Ein Skandalöses Rendezvous“ Madeline Hunter, „Verliebt in einen Vampir“ Lynsay Sands

Hallo ihr Lieben,

ich war Fan der ersten Stunde und aus diesem Grund wünschen wir heute „Alles Gute LYX!“ und feiern mit euch das zehn-jährige Jubiläum. Dazu haben wir uns gedacht, was wäre besser, als nicht einfach ein paar Top Highlight der kommenden Monate vorzustellen? „Happy Birthday LYX!“ weiterlesen