Machen wir Buchblogger mit unseren Rezensionen und Blogbeiträgen tatsächlich Werbung?

Werbung Kennzeichnen

Ist euch in der letzten Zeit auf Instagram auch immer wieder aufgefallen, dass Mode- und Beautyblogger ihre Posts mit „bezahlte Partnerschaft“ oder „WERBUNG“ kennzeichnen, wenn sie bestimmte Produkte erwähnen? Eigentlich logisch, schließlich bewerben sie ja mit ihren Posts indirekt direkt ein Produkt. Doch wie ist es eigentlich bei uns Buchbloggern?

Zu diesem Thema habe ich bei der Lektüre unseres Facebook Seiten-Feeds einen sehr interessanten und informativen Beitrag gefunden. Simone Belack von Leselurch.de beschäftigt sich in ihrem Beitrag „Die Kennzeichnungspflicht bei Buchbloggern“  mit genau diesem Thema.

Nach § 2 Nr. 5 des Telemediengesetzes (TMG) ist Werbung „jede Form der Kommunikation, mit der unmittelbar oder mittelbar der Absatz von Waren, Dienstleistungen oder das Erscheinungsbild eines Unternehmens, einer sonstigen Organisation oder einer natürlichen Person gefördert wird.“ All dies klingt logisch und ist nachvollziehbar. Im Kontext der schon erwähnten Mode- und Beautyblogger also völlig klar, dass sie ihre Beiträge kennzeichnen müssen. Wenn es um uns Buchblogger geht, müssen wir etwas genauer hinschauen.

Eindeutig gekennzeichnet werden müssen Beiträge

  1. für die man bezahlt wird. Also bezahlt dich ein Autor, ein Verlag oder ein Unternehmen für deinen Beitrag oder deine Rezension, musst du diesen als WERBUNG kennzeichnen!
  2. in denen kostenlos erhaltene Produkte im Wert von über 1000 € besprochen werden. Im Fall von Büchern ist dies eigentlich nicht der Fall, sodass Leseexemplare nach diesem Grundsatz nicht gekennzeichnet werden müssten.
  3. die nach gestellten Vorgaben zum Aufbau oder eines bestimmten Inhaltes verfasst worden sind. Heißt, hast du ein Leseexemplar erhalten und dazu noch Vorgaben vom Verlag, wie deine Rezension auszusehen hat und was in ihr besprochen werden soll, musst du diesen Beitrag als WERBUNG kenntlich machen.

Wir von twolittlebibliophiles werden weder für unsere Beiträge bezahlt oder erhalten Produkte im Wert von über 1000 € und schreiben unsere Beiträge völlig frei von irgendwelchen Vorgaben seitens eines Verlags, eines Autors oder Unternehmens. Bisher haben wir jedes Buch selbst gekauft oder allerhöchstens von Freunden und Familie geschenkt bekommen. Dies könnte sich eventuell in Zukunft etwas ändern, bzw. kann es sein, dass wir mal eine Ausnahme machen, wird jedoch nicht die Regel werden.

Was wir dennoch sehr gerne in unseren Blogposts, auf Facebook und Instagram tun ist, dass wir gerne mal Verlage oder Autoren verlinken oder markieren. Da es in diesem Fall zu einer „mittelbaren Absatzförderung“ kommen kann, müssen diese Verlinkungen und Markierungen als WERBUNG gekennzeichnet sein, was wir jetzt und im Nachhinein tun werden, um rechtlich für die Zukunft abgesichert zu sein.

Dies war jetzt nur eine kurze Information zu dem Thema mit den für uns relevantesten Fakten. Wenn ihr mehr und genaueres zu dem Thema lesen wollt, würde ich euch wärmstens den schon erwähnten Beitrag von Simone auf Leselurch.de empfehlen.

Nathalie

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