Der Junge unter der Treppe…

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Zwanzig Jahre ist es nun her, dass Harry Potter und der Stein der Weisen im Bloomsbury Verlag in der kleinen Auflage von gerade mal 500 Exemplaren erschienen ist. Zwanzig Jahre, in denen ein Buch es tatsächlich schaffte, eine ganze Generation für immer zu prägen und noch heute die ganze Welt zu begeistern.

Meine erste Begegnung mit Harry fand erst einige Jahre nach der Erstveröffentlichung statt. Im Jahr 2000, mit neun Jahren, bekam ich von einem Verwandten den ersten Band zur Kommunion geschenkt. Dazu erhielt ich einen Bilderrahmen mit ein paar Scheinen und kleinen Bildern von „Die Kammer des Schreckens“ und „Der Gefangene von Askaban“. Heute weiß ich gar nicht mehr, wer mir das Buch schenkte, doch dieser Person habe ich es zu verdanken, dass ich zu jener Leseratte und Person wurde, die ich heute bin.

Harry Potter eine Geschichte über das Erwachsenwerden

Harry Potter beschreibt unter anderem den Prozess eines Waisenjungen vom Kind zum Erwachsenen. Und gemeinsam mit Harry erlebten Millionen Kinder in den kommenden Jahren diesen Schritt. Ich erinnere mich, dass ich „Harry Potter und der Stein der Weisen“ kurz darauf aufgriff und sofort gefangen war. Die nächsten Bände mussten natürlich sofort folgen und dann erschien im Herbst bereits „Harry Potter und der Feuerkelch“. Wie viele andere hatte ich das Buch bereits vorbestellt und fand es schon am nächsten Morgen in meinem Briefkasten. Noch nie hatten zuvor die Menschen vor Buchhandlungen campiert. Die Begeisterung war vergleichbar mit dem Hype um ein neues Appleprodukt.

Heute kann ich nicht mehr zählen, wie oft ich den „Feuerkelch“ gelesen habe. Doch damals musste ich erst mal ganze drei Jahre warten. Zum Glück erschien 2001 der erste Film. Von da an, war es jedes Mal ein hin fiebern auf den Herbst. Ich bin mit Harry, Ron und Hermine groß geworden und mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ war auch meine Kindheit vorbei.

Harry Potter der Junge, der lebt

Die Begeisterung für Harry Potter hält auch heute nach zwanzig Jahren ungemindert an. Stephen King sagte, dass sich Rowlings Romanreihe mit Figuren wie Alice, Huck, Frodo und Dorothy in ein Regal einreihen werde und die Geschichte lange Zeit fortdauern werde. Übersetzt wurde die Geschichte bereits in siebenundsechzig Sprachen, darunter auch Latein und Altgriechisch, sodass sich Harry sogar für den Sprachenunterricht eignet (Ich selbst musste das erste Kapitel von „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in der sechsten Klasse im Englisch Unterricht lesen). Obwohl die Originalreihe zehn Jahren abgeschlossen ist, gibt es noch vieles in der Welt der Magier und Harry zu entdecken. Auf Pottermore werden regelmäßig kleine Geschichten von Rowling veröffentlicht, die dafür sorgen, dass Harry auch nach zwanzig Jahren noch immer uns auf unseren Wegen begleitet.

Und ich für meinen Teil werde die Bücher immer und immer wieder lesen, um mich mit alten Freunden zu treffen und die Magie zwischen meinen Fingerspritzen zu spüren.

Danke Harry!

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