„A Court of Thorns and Roses“ von Sarah J. Maas

DSC00375.2Erschienen in: Bloomsbury UK, Mai 2015
Deutscher Titel: Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
Ausführung: Paperback, S. 432
ISBN: 978-1-408857-861
Preis: 10,49 € [D]

„Feyre must find a way
To break a spell, o lose
Her heart forever“

Sarah J. Mass wurde als Autorin der „Throne of Glass“-Reihe bekannt. Nun erzählt sie mit „A Court of Thorns and Roses“ eine neue Geschichte, ein Märchen älter als die Zeit gehüllt in des Dichters Kleid und noch viel mehr.

Die Geschichte kennt jeder. Ein Mädchen lebt alleine mit ihrer Familie am Rande des Waldes unter ärmlichen Verhältnissen. Für die Einlösung einer Schuld verpflichtet sie ihr Leben, für das ihrer Familie und lebt zukünftig in dem Schloss eines Biests. Dort muss sie erkennen, dass das Biest unter einem Fluch leidet. Sarah J. Maas verknüpft lose die Geschichte von der „Schönen und das Biest“ mit der Ballade von Tamlin und lässt in die Lücken ihre eigene Phantasie einfließen. Sie bereichert ihre Welt, mit neuen Sagengestalten, die direkt aus Albträumen entsprungen sein könnten und dennoch eine Bereicherung darstellen.

Die Schuld, die Feyre abbüßen muss, ist nicht die des Vaters, sondern ihre Eigene. Für den Mord an einem Fae, nimmt sie der hohe Lord Tamlin mit in sein Reich des Frühlings. Tamlin und sein Hof tragen alle Masken, die sie niemals ablegen können. Feyre erfährt bruchstückhaft, dass der Hof des Frühlings in Gefahr ist, von dunklen Wesen angegriffen zu werden. Tamlin versucht sie zu schützen, doch letztlich kann nur sie den Zauber brechen und die Fae retten. Die Frage, die schon zu Beginn des Romans fällt und sich durch alle folgenden Bände fortzieht, ist: Zu welchem Preis? Denn schon der Mord an dem Fae in Gestalt eines Wolfes hat ihren Preis. Obwohl Feyre dadurch ihre Familie einen Tag länger ernähren kann, begeht sie den Mord, aus Hass an den Fae, die seit 500 Jahren, trotz der schützenden Mauer eine Bedrohung für die Menschen darstellen. Im Laufe des Romans muss sie sich mit dieser Schuld auseinandersetzen. Sie ist, nicht wie manch andere Heldin, perfekt. Sarah J. Maas ist bekannt für ihre starken, manchmal Grenzen überschreitenden und eigenwilligen Charaktere, insbesondere für die Weiblichen. Doch im Angesicht der, geheimnisvollen, Ränke schmiedenden, rätselhaften Fae, muss Feyre diese Eigenschaften besitzen.

Und dass nicht alles wie im Märchen schwarz und weiß ist, zeigt sich an Feyres Familienkonstellation. Antipathien werden aufgebaut, um durch spätere Ereignisse wieder revidiert zu werden, und dann erneut wieder zu entstehen. Wer Freund oder Feind ist, lässt sich nie genau sagen. Die Figuren in diesem Roman entpuppen sich als vielschichtig und menschlich, sodass sie immer neue Überraschungen bereithalten. In Kombination mit viel Witz und Humor, einer Prise Verruchtheit und einer großen Menge Spannung ist dieser Roman und Auftakt der Reihe ein absolutes Lesevergnügen.

Mein Fazit:

Aus einer spontanen Laune heraus und meinen positiveren Erfahrungen mit der „Throne of Glass“-Reihe, kaufte ich „A Court of Thorns and Roses“, ohne richtig zu wissen, was mich erwartet. Ich dachte, es handele sich um eine Geschichte über die Intrigen in einem Palast, doch wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Als mir die bekannten Elemente des Märchens und der Ballade von Tamlin auffielen, war meine ganze Aufmerksamkeit geweckt. Seither hat sie Feyre nicht mehr losgelassen. Feyre ist das, was andere als „Kickass“ bezeichnen würden.

© Cover- und Zitatrechte liegen beim Bloomsbury Verlag

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