„Throne of Glass – Kriegerin im Schatten“ von Sarah J. Maas

IMG_0791Erschienen in: dtv Verlag, Oktober 2015
Originaltitel (Englisch): Crown of Midnight
Ausführung: Taschenbuch, S.544
ISBN: 978-3-423-71652-9
Preis: 9,95 € [D]
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Celeana Sardothien hat es geschafft. Sie ist Champion des Königs und ihr Leben bleibt verschont. Vorerst…

Nun ist sie gezwungen im Auftrag des Königs, erneut als Assassine tätig zu werden. Doch das Töten widerstrebt ihr. Sie weiß, dass die Namen auf der Todesliste des Königs meist unschuldige Leute sind. Sie fällt ihre Entscheidung für sich allein und kann sich niemanden anvertrauen, denn das würde nicht nur ihr Leben bedrohen. Doch dann soll sie dem König den Kopf eines alten Bekannten zu liefern und Celeana intensiviert ihre Nachforschungen. Langsam entfaltet sie das gesamte Potenzial ihres Charakters. Sie wirkt unabhängiger und überlegter. Nur im Bezug auf ihre Begegnungen und ihre Beziehung zu Elena kommt ihre Trotzigkeit hervor. Doch sie kann sich der Königin und ihrem wahren Wesen nicht entziehen. Und je mehr sie sich damit auseinandersetzt, desto stärker wird ihre Gestaltung.

Doch auch die anderen Charaktere müssen Entscheidungen fällen. Dorian, der im ersten Band noch der hochnäsige Prinz war, währt sich vermehrt gegen den Einfluss seines Vaters. Er entscheidet sich, sich gegen ihn aufzulehnen. Zunächst nur im Geheimen, indem er versucht mehr über die Pläne seines Vaters herauszufinden. Doch er macht eine unerwartete Entdeckung über sich selbst, mit der er sich auseinandersetzen muss und die alles für ihn verändert. Aus unterschiedlichen Richtungen nähern er und Celeana sich schließlich die dunkeln Geheimnisse des Königs an, dessen eigene Figur immer noch im Schatten verweilt.

Waren die anderen Figuren wie Nehemia und Chaol im Vorgänger noch die überzeugenderen Charaktere erscheinen sie nun im Vergleich zu Celeana und Dorian schwächer. Der Fokus liegt auf ihr und dem Prinzen, was auch daran liegt, dass den Gedanken Dorians mehr Raum eingefordert wird. Langsam zeigt Sarah J. Maas ihre schriftstellerischen Stärken, die insbesondere in der Gestaltung, weder guter noch böser Charaktere liegen. Man spürt die vollzogene Entwicklung vom ersten Band, den sie mit sechzehn verfasste, zum zweiten Teil. Handlungsstränge aus dem ersten Band werden endlich wieder aufgegriffen und ausgearbeitet und bieten viele Überraschungen

Mein Fazit:

War Band eins noch auf Grund seiner Mängel eher ganz nett, kann Band zwei nun völlig überzeugen und bietet tolle Charakter- und Story-Entwicklungen, die mich einfach fesselten. Wer bei Band eins noch unsicher war, dem empfehle ich, unbedingt weiter zu lesen. Sarah J. Maas weiß, wie man eine Geschichte spannend weiterspinnt.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei dtv

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