Nach der Messe ist vor der Messe

Kleine Wölkchen aus gefrorenem Atem bildeten sich vor unseren Mündern in der kalten Luft des dreiundzwanzigsten Oktobers um kurz nach sechs Uhr morgens. Bibbernd standen wir auf einem zum Glück nicht ganz so leeren Bahngleis und warteten auf unseren ICE, der uns in diesem Jahr zur Frankfurter Buchmesse bringen sollte.

Auch 2016 fand das Großereignis der Bücherwelt in Frankfurt statt. An fünf Tagen besuchten die Messe 277.000 Besucher, 1,3% mehr als im Jahr zuvor und darunter alleine 2000 Blogger. Auf einer Fläche von 592.127 Quadratmetern fanden sich 7100 Aussteller zusammen. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten – unteranderem das Niederländische Königspaar – und Autoren wie Simon Beckett, Mona Kasten, Cecilia Ahern, Donna Leon, Sebastian Fitzek oder Kerstin Gier folgten der Einladung.

Als hoffnungslose Bücherliebhaber, die auch noch etwas Zeit zur Hand hatten, konnten wir uns dieses Ereignis erneut nicht entgehen lassen.

Wenn das Herz freudige Hüpfer macht

Ausgestattet mit einem Presseausweis konnten wir die heiligen Hallen wenige Minuten vor dem ersten Besucherstrom betreten. Erstes Ziel war der Stand des Fischerverlages, an dem Kerstin Gier im zehn Uhr signieren sollte. Zum ersten Mal erlebten wir, wie unsere Schritte gedämpft vom Teppich von den Stellwänden der Stände hallten und nur leises Gemurmel die andächtige Stille störte. Entsprechend kurz war auch die Schlange zur Signierstunde und die Vorfreude wuchs.

Wie im Flug verging auch die Wartezeit und schon standen wir vor Kerstin Gier. Entsprechend groß war Nathalies Freude, da sie extra für ihre auf dem Flohmarkt gekaufte Ausgabe von Smaragdgrün einen neuen Schutzumschlag gebastelt hatte, der dem Original in nichts nachsteht.

So viel zu sehen – so viele Menschen

Jeder, der die Messe bereits besucht hat, weiß, dass es unmöglich an einem Tag alles zu sehen und man keine Angst vor Menschenmassen haben sollte. In dem Gewimmel kann man schnell die Orientierung verlieren, oder auch mal eine Begleitperson. Auch nach einem halben Jahr fällt es schwer alle Ereignisse zusammenzufassen. Einen kurzen Besuch statteten wir dem Orbanism Space und der Diskussionsrunde „Read it. Blog it. Vlog it. – Die Online Buchcummunity im Wandel“ ab. Zu unserer Enttäuschung beschränkte sich die Diskussion auf Youtube und reflektierte nur uns bereits bekanntes.

Also zogen wir los und erkundeten weiter die Messe. Entdecken konnten wir liebevoll gestaltete Stände, Bücher und natürlich die berüchtigte Harry Potter-Wand.

Mitbringsel: Ohne Bücher geht es nicht

Selbstverständlich konnten wir auch nicht mit leeren Händen – besser ohne Bücher – nach Hause zurückkehren. So erhielten die Bücher „Girl on the Train“, „Die dreizehnte Fee – erwachen“, „Rotkäppchen und der Hipsterwolf“ und „Tuesday und der Zauber des Anfangs“ ein neues Zuhause bei uns.

Ein besonders liebes Dankeschön an dieser Stelle noch an Julia Adrian, die mir überschwänglich die Bücher ihrer Kolegen/innen empfahl und dabei ganz ihr eigenen vergaß, bis ich sie selbst darauf ansprach und sie sich als Autorin zu erkennen gab. Auch an Nina Mackay, dafür dass sie doch noch schnell ihr Buch signierte und uns damit bereits wunderschöne und unterhaltsame Lesestunden ermöglichte.

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Eure Twolittlebibliophiles

 

 

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