„Der und kein anderer“ von Susan Elizabeth Phillips

dsc00203Verlag: Blanvalet, April 2014
Broschur: Taschenbuch, S. 448
ISBN: 978-3-442-38358-0
Preis: 9,99 € [D]
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„Der und kein anderer“ von Susan Elizabeth Phillips ist der zweite Roman aus der Reihe über die Chicago-Stars dem Footballteam, dessen Leitung die Protagonistin des ersten Romans Phoebe Somerville übernahm und dabei ihre große Liebe traf. Nun liegt es an Gracie Snow den sturen Ex-Footballstar Bobby Tom Denton in seine Heimatstadt in Texas zu begleiten und dafür zu sorgen, dass dieser seinen Verpflichtungen nachkommt.

Dieses Unterfangen stellt sich für Gracie schwieriger heraus, als gedacht. Zeitweise muss sie vollen Körpereinsatz zeigen und sich zur Not kopfüber in ein fahrendes Cabrio stürzen. Diese oft gewagten Aktionen zeugen von Gracies körperlicher und geistiger Stärke, die im Kontrast zu ihrer zierlichen Gestalt und introvertiertem Verhalten zu Beginn steht. Somit lässt sie sich nicht von Bobby Tom abwimmeln, denn um keinen Preis will sie zurück in ihre verschlafene Heimat und die Leitung des dortigen Altersheimes übernehmen. Leider lässt sie diese Stärken in manchen Situationen mit Bobby Tom sehr vermissen. In diesen Momenten wirkt sie wie die verhuschte graue Maus, die sie glaubt zu sein, obwohl sie sich längst weiterentwickelt haben sollte.

Bobby Tom Denton ist ein Mann der Kontraste. Zu gerne spielt er den Proleten und reichen Superstar. Seine wohl für die meisten gewöhnungsbedürftige Kleidung trägt zu diesem Bild bei – generell muss sich der Leser an den Stil der Neunziger etwas gewöhnen. Doch wie so häufig versteckt sich in ihm, nun ja, ein nicht ganz so weicher Kern. Bobby Tom ist großzügig, ein guter Geschäftsmann und liebt seine Familie und Freunde. Die größte Überraschung stellt wohl sein Haus in Texas dar, das eine doch unerwartete weibliche Seite an ihm offenbart. Im Bezug auf Gracie zeigt er jedoch eine Dominanz, die ihn zu rohen und verletzenden Taten treibt und blind macht für ihre Bedürfnisse.

Mein Fazit:

Wie jeder Roman von Susan Elizabeth Phillips bietet „Der und kein andrer“ eine lustige, unterhaltsame Liebeskomödie, mit der gewissen Prise Herzschmerz. Langweilig wird es durch die verschiedenen Kombinationen der Figuren nie, der Humor ist da, doch wirkt dieser Roman im Vergleich zu anderen Romanen der Autorin schwächer. Zudem war der Name Bobby Tom Denton, der die meiste Zeit auch vollständig ausgeschrieben wurde, störend für den Lesefluss und nach einer Weile ging er mir auf amüsierende Weise auf die Nerven.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei Blanvalet

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