Gastbeitrag „Harry Potter and the Cursed Child“

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Erschienen in: Little Brown Book Group Juli 2016
Ausführung: Gebunden, 343 Seiten
ISBN: 978-0-7515-6535-5
Preis: 19,99 € [D]

Der deutsche Titel wird im September im Carlsen Verlag erscheinen.

Beinahe auf den Tag genau neun Jahre ist es her, dass wir zuletzt etwas Neues vom Zauberlehrling Harry Potter gehört haben. Viel wurde seither darüber spekuliert, wie es weitergehe, doch nun endlich hat das Warten ein Ende und das Skript zum Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ erscheint am 24. November 2016 in deutscher Sprache. Im englischsprachigen Raum stürzten sich die Fans genauso begierig darauf, wie auf alle bisherigen Bände. Bereits um Mitternacht standen sie in den Buchhandlungen Schlange.

Ein Roman ist das neuste Werk Joanne Rowlings in Kooperation mit Jack Thorne und John Tiffany allerdings nicht – es ist das Skript des zurzeit sehr erfolgreich in London aufgeführten Theaterstücks. Entsprechend besteht der Inhalt nur aus Dialogen und Regieanweisungen, die jedoch an manchen Stellen über das notwendige hinausgehen und romanhaft ausarten. Doch tut dies der Geschichte keinen Abbruch, im Gegenteil hilft es, sich noch mehr auf sie einzulassen.

Die Geschichte beginnt, wo wir Harry zuletzt verlassen haben – 19 Jahre nach der Schlacht um Hogwarts mit seinen Kindern am Gleis 9¾. Sein jüngster Sohn Albus hadert mit den großen Fußstapfen seines Vaters, in die er so gar nicht passen will. Da hilft es wenig, dass er kein Quidditch mag, im Hogwarts-Haus Slytherin ist und sich dort mit Scorpius, dem Sohn von Draco Malfoy, angefreundet hat. Zusammen laufen die beiden in ihrem vierten Schuljahr davon, um wieder gut zu machen, was sie für Harrys Fehler halten. Hierzu wollen sie in die Vergangenheit reisen, um den Tod Cedric Diggorys zu verhindern, der auf Voldemorts Anweisung in Harrys viertem Schuljahr getötet wurde. Doch selbst kleinste Aktionen haben große Wirkungen und schnell haben die beiden viel mehr verändert, als sie wollten – und dies wieder rückgängig zu machen ist deutlich komplexer.

Tatsächlich aber liegt der Fokus der Erzählung viel mehr auf der Beziehung zwischen Harry und Albus, die oft komplex ist und mit viel Unverständnis für den jeweils anderen zu kämpfen haben. Die größte Stärke des Werks aber ist das Gefühl von Nostalgie, das es hervorruft. Der Plot selbst nämlich hat an mancher Stelle Lücken und doch ist es faszinierend zu sehen, wie die Charaktere, mit denen die meisten Leser gemeinsam aufgewachsen sind, nun selbst erwachsen geworden sind, mit ihrem Büro-Alltag und ihren Kindern zu kämpfen haben. Daneben bietet Rowling ihren Lesern beziehungsweise Zuschauern viel Fan-Service: Im ganzen Stück gibt es viel zu lachen und zu weinen, sowie jede Menge lieb gewonnene Charaktere, die noch einmal auftreten und vor allem bei den Harry Potter Fans erster Stunde Nostalgie hervorrufen dürften.

Von Nadine

© Cover- und Zitatrechte liegen bei Little Brown Book Group

 

 

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