Gastbeitrag: „Die Analphatbetin, die rechnen konnte“

Erschienen in: Carl’s Books Verlag November 2013 Jonasson (2)
Autor: Jonas Jonasson
Originaltitel (Schwedisch): Analfabeten som kunde räkna
Ausführung: Hardcover, S. 448
ISBN: 978-3-5705851-22
Preis: 19,99 € [D]
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„Die Analphabetin, die rechnen konnte“ ist für einen Buchtitel recht sperrig, doch das ist man bei Jonas Jonasson, der sich auch für „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ verantwortlich zeichnet, nicht weiter überraschend. Die Länge der Titel schadet dabei aber keineswegs dem Erfolg, sondern nimmt die Leser im Handumdrehen für sich ein.

In hohem Tempo jagt Jonasson seine Heldin, Nombeko Mayeki, und damit auch seine Leser durch das Buch, doch eigentlich ist das ganz gut so, denn auf jeder Seite wartet eine neue Überraschung, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Analphabetin Nombeko stammt aus den Slums von Südafrika, wo niemand sie das Lesen lehrt, dafür bringt sie sich selbst das Rechnen bei und das ziemlich gut. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände landet sie schließlich bei dem Ingenieur Engelbrecht van der Westhuizen, seinerseits von der Regierung mit der Entwicklung einer Atombombe betraut, hierzu jedoch völlig unfähig. Beständig ist er auf die Hilfe Nombekos angewiesen, die diese gewährt, weiß sie doch zu viel, um am Leben gelassen zu werden, sollte irgendetwas schief gehen.

Entsprechend schnell muss sie umsatteln, als van der Westhuizen bei einem Unfall ums Leben kommt. Sie schafft es nach Schweden zu flüchten – unwissendlich mit einer Atombombe im Gepäck. Nichts möchte sie nun lieber tun, als die Bombe loszuwerden, doch das gestaltet sich als gar nicht so einfach. Zwar hat sie Hilfe von dem Schweden Holger, muss sich jedoch nicht nur gegen die Geheimagenten A und B zur Wehr setzen, sondern auch aufpassen, dass Holgers Zwillingsbruder Holger ihr nicht dazwischenfunkt. Und so beginnt ein völlig verrücktes Katz und Maus Spiel, in dem der Protagonist nicht selten der Zufall ist – doch trotzdem wirkt die Handlung nie an den Haaren herbeigezogen, vielmehr hat man bis zur letzten Seite stets ein Schmunzeln im Mundwinkel und je mehr Seiten der Leser umblättert, desto lauter lacht er. Die Konstellation der Protagonisten und die aberwitzigen Situationen, in welche Jonasson sie bringt, bergen ein hohes Maß an Situationskomik und beanspruchen die Lachmuskeln des Lesers somit deutlich.

Von Nadine

 

 

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2 Kommentare zu „Gastbeitrag: „Die Analphatbetin, die rechnen konnte“

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