„Throne of Glass – Die Erwählte“ von Sarah J. Maas

SONY DSCErschienen in: dtv Verlag 2013
Originaltitel (Englisch): Throne of Glass
Ausführung: Taschenbuch, S.496
ISBN: 978-3-423-71651-2
Preis: 9,95 € [D]
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Zwei Männer lieben Sie.
Das gesamte Land fürchtet sie.
Nur sie kann das Königreich retten.

Sarah J. Maas veröffentlichte schon mit 16 Jahren den ersten Band unter dem Titel „Queen of Glass“ in einem Autorenforum. Somit ist sie eine der ersten Autorinnen, noch vor Anna Todd und Co. , die auf diesem Wege bekannt wurde. Zurzeit schreibt sie an ihrem fünften Roman der Reihe, der voraussichtlich im September auf Englisch erscheinen wird. Neben ihrer „Throne of Glass“-Reihe hat sie noch eine zweite Reihe bestehend aus zwei Romanen veröffentlicht.

Eigentlich war Celaena Sardorthien, die berüchtigtste Assassinin, dem Tode geweiht. Bis Kronprinz Dorian sie zu seinem Champion wählt. Für ihre Freiheit muss Celaena gegen andere Champions antreten und im Anschluss fünf Jahre dem verhassten König als Mörderin und Handlangerin dienen. Mit der Hilfe von Kronprinz Dorian und dem Kapitän der Leibgarde des König Chaol kann sich Celaena gegen ihre Gegner durchsetzen. Doch jemand spielt im Hintergrund mit dunklen Mächten und nicht jeder ist von der Assassinin so eingenommen, wie der Prinz. Celaena muss ihre eigenen Stärken erkennen und sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Die Geschichte, angesiedelt in einer fiktiven Welt, erzählt die Geschichte einer kaltblütigen Assassinin, die zum Tode verurteilt, eine zweite Chance bekommt. Doch diese Chance beinhaltet dem König die Treue zu schwören. An und für sich eine durchaus interessante und ungewöhnliche Konstellation für einen Fantasy-Roman. Schön und klassisch ist die Darstellung und Aufteilung der Welt, die zum Großteil vom gierigen König erobert wurde und gegen den sich nur vereinzelte Gruppen wiedersetzen und ein weites unbekanntes Gebiet.

Celaena ist zu Beginn eher eine Antiheldin. Sie wurde in das schlimmste Arbeitslager des Königsreiches verbannt, da sie sich als Assassinin offen gegen den König stellte. Sie ist kalkulierend und kalt, ohne Umschweife würde sie den Kronprinzen töten, wenn es zu ihrem Vorteil gereichen würde. Doch mit ihrer Ankunft im Schloss ändert sich ihr Charakter. Sie zeigt Ansätze von Eitelkeit, die in Überheblichkeit und Oberflächlichkeit münden. Andererseits legt sie schnell ihre Antipathie gegenüber Chaol und Dorian ab und versucht nicht mehr Letzteren umzubringen. In manchen Szenen erscheint sie plötzlich kindlich und naiv. Erst zum Schluss scheinen ihre kalkulierenden Züge wieder durch.

Auch Prinz Dorian hat Potential zum Antagonisten. Zu Beginn erscheint auch er Überheblich und spielt den gelangweilten grausamen Prinzen, der sich am Leid anderer eher erfreut. Doch auch er, wandelt sich schnell zum sensiblen jungen Mann, der unter dem Hass seines Vaters leidet und der den Gepflogenheiten am Hof überdrüssig ist. Nur hin und wieder gibt er sich offen als Playboy, ohne dass dies irgendjemanden – besonders nicht Celaena – zu stören scheint. Auch seine Beharrlichkeit auf Rassehunde wirkt in Kontext seines eher sensiblen Charakters fehl am Platz.

Zu den Kohärenten Charakteren zählen Chaol, der König, Mehemia und andere Figuren des Hofes. Auch wenn Mehemia eine gute Schauspielerin ist, bleibt sie ihrem Charakter treu, wirkt dadurch zudem nicht zweidimensional. Am wenigsten erfährt man über den König, dessen Hintergründe und Vergangenheit noch nicht eröffnet werden. Er wirkt wie eine düstere Präsenz, die sich im Hintergrund hält und andere für seine Zwecke manipuliert.

Trotz der zunächst interessanten Konstellation, zeigt die Geschichte Schwachstellen in der Handlung und den Charakteren auf. Manche Handlungsstränge werden leider nicht ausgearbeitet, andere erscheinen offensichtlich und voraussehbar. Besonders Celaena scheint manches Mal mehr mit ihrer Kleidung beschäftigt zu sein, als mit ihrem Wettkampf, dem leider insgesamt zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dennoch scheinen hin und wieder kleine Überraschungen durch und der erste Band legt einen guten Grund für die Fortsetzungen und eine noch spannende Geschichte.

Mein Fazit:

Band eins dieser Reihe war ein ganz netter Einstieg in die Reihe, die Hoffnung macht auf die Folgebände. Die Schwankungen in den Charakteren von Celaena und Dorian waren zweitweise etwas irritierend und manche Handlungsstränge hätten schon in diesem Band besser ausgearbeitet werden können. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese in den weiteren Bänden wieder aufgegriffen werden. Zudem setzte der Schluss ein überraschendes Ende. Der Roman ist jedem zu empfehlen, der auf der Suche nach einer Highfanatsy-Reihe ist, die nicht so anspruchsvoll ist wie „Game of Thrones“. Im Taschenbuch ist der Roman sehr handlich und eignet sich gut für kurze Leseerlebnisse.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei dtv

 

 

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