Gastbeitrag: „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith

Erschienen in: Blanvalet Verlag Oktober 2014Cukoos_Calling
Originaltitel (Englisch): The Cukoo’s Calling
Ausführung: Taschenbuch, S. 656
ISBN: 978-3-44238321-4.
Preis: 9,99 € [D]
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Als „Der Ruf des Kuckucks“ (Originaltitel „The Cuckoo’s Calling“) von Robert Galbraith im April 2013 in Großbritannien auf den Markt kam, erhielt das Werk zwar positive Kritiken, über die Ladentheke ging das Buch dennoch eher selten. Ganz anders sah das aus, als derselbe Roman am 30. November in Deutschland erschien, denn nun war bekannt geworden, dass der Name Robert Galbraith ein Pseudonym ist – von niemandem geringeren als Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling selbst.

Bereits zuvor hatte es Gerüchte gegeben, das Werke könne von einem bekannten Autoren stammen, zu ausgefeilt sei der Schreibstil, zu durchdacht der Plot. Auf 640 Seiten erzählt uns Rowling nun erstmalig eine Kriminalgeschichte rund um den Privatdetektiv Cormoran Strike. Dieser hat in Afghanistan gedient und dort ein Bein verloren. Seine kleine Detektei läuft schlecht und auch von seiner Verlobten ist er frisch getrennt. Da kommt der Bruder des kürzlich verstorbenen Supermodels Lula Landry wie gerufen. Ihr Bruder ist überzeugt, dass es sich eben nicht, wie die Polizei glaubt, um einen Selbstmord handelt, weswegen er Strike beauftragt, die Wahrheit – und vor allem den Mörder seiner Schwester – zu finden. Gemeinsam mit seiner Assistentin Robin Ellacott macht Strike sich in der Welt der Reichen und Schönen auf die Jagd nach dem Mörder.

Dabei wird das Lesen vor allem dadurch zu einem besonderen Vergnügen, dass Rowling weder Blut vergießen, noch viele Fachausdrücke verwenden muss, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Stattdessen schaut man stets Strike und Robin bei ihren Ermittlungen über die Schulter, ist mit dabei, wenn sie sich den Tatort anschauen und Zeugen vernehmen, weicht aber auch nicht von ihrer Seite, wenn Strike sein chaotisches Privatleben zu ordnen versucht, oder Robin mit ihrem Verlobten Matthew ihre Hochzeit plant. So kann der Leser gespannt mit rätseln, was tatsächlich mit Lula Landry geschah, während Strike über so manchen Skandal und verschiedene Überraschungen stolpert. Neben der spannenden Handlung überzeugen aber auch die Charaktere selbst als authentische Persönlichkeiten mit Stärken und Schwächen. Weite Strecken werden aus der Sicht des Privatdetektivs erzählt, nur hin und wieder übernimmt seine Assistentin die Rolle der Protagonistin, wenn sie selbst ermittelt. Indem man viel über die Gedanken und Hintergründe des Ermittler-Duos erfährt, gelingt es beiden die Sympathie des Lesers zu wecken.

Mit ihrem Kriminalromandebüt hat Rowling deutlich gezeigt, dass sie mehr als Fantasy und Kinderbücher kann, auch dieses Werk macht Lust auf mehr – da ist es gut, dass Rowling angekündigt hat, auch von dieser Reihe mindestens sieben Bände schreiben zu wollen.

Gastbeitrag von Nadine

 

 

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