„Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

SONY DSCErschienen in: Fischer Verlag, 2014
Originaltitel (Englisch): The Rosie Project
Ausführung: Taschenbuch, S.368
ISBN: 978-3-596-19700-2
Preis: 9,99 € [D]
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„Don Tillman sucht die Frau fürs Leben: ‚Muss pünktlich sein, logisch denken und gerne Fahrrad fahren. Wenn Sie rauchen, trinken und an Horoskope glauben, ist die Ausfüllung des Fragebogens zwecklos‘

Als Don Rosie trifft (unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin), entdeckt er: Gefühle haben ihre eigene Logik.“

Ursprünglich schrieb Graeme Simsion den Titel als Drehbuch. Für den Text gewann er bereits 2012 den 2012 Victorian Premier’s Unpublished Manuscript Award. Weitere Preise folgten. Kurz darauf veröffentlichte der Autor mehrerer Drehbücher und Kurzgeschichten die Fortsetzung „Der Rosie-Effekt“ rund um das Zusammenleben der Protagonisten.

Jeder weiß, dass es nicht leicht ist den passenden Partner zu finden. Für Don Tillman stellt sich die Suche wohl schwerer dar, als für andere. Seine besten und einzigen Freunde Gene und Claudia geben ihm nicht nur widersprüchliche – und nicht immer moralisch vertretbare – Ratschläge, sie versuchen auch immer wieder mit unpassenden Frauen zu verkuppeln. Darüber hinaus hat Don klare Ansprüche, einen haargenauen Terminplan und – wie unterschwellig angedeutet – leidet er unter dem Asperger-Syndrom. Doch Don möchte trotzdem Heiraten. Also versucht er mit Logik die passende Partnerin zu finden:

„Ein Fragebogen! Was für eine naheliegende Lösung! Ein spezielles, wissenschaftlich fundiertes Instrument als das momentan beste Verfahren, um die Zeitverschwenderinnen, die Unorganisierten, die Eiskremwählerischen, die Beschwerdeführerinnen gegen visuelle Belästigung, die Kristallkugelguckerinnen, die Horoskopleserinnen, die Modesüchtigen, die religiösen Fanatikerinnen, die Veganerinnen, die Sportberichtbegeisterten, die Gegnerinnen der Evolutionstheorie […] auszusortieren und so im Idealfall die perfekte Partnerin oder, realistischer, eine zu bewältigende Auswahl von Kandidatinnen zu bestimmen.“ (S. 26)

Dabei stößt Don immer wieder auf unpassende Frauen und sieht sich gezwungen seinen Fragebogen des Öfteren anzupassen. In den lustigen Szenen entpuppt sich Don als eine Art Sheldon Cooper. Und wie Sheldon, begegnet Don einer Frau, die sein Leben auf den Kopf stellt, all seinen Prinzipien widerspricht und ihn dennoch ganz langsam in ein neues Leben führt. Auf diesem Weg eröffnen sich Don neue Möglichkeiten, lernt neue Seiten an sich kenn und erkennt, dass auch er zu Gefühlen, wie Liebe, fähig ist.

Die Geschichte um Rosie und Don entfaltet ihren ganz eigenen Sog. Als Freunde sind die beiden ein unschlagbares Team – Penny und Sheldon aus „The Big Bang“ können es nicht besser. Als Liebende müssen sie erst zueinander finden. Auch Rosie vollzieht eine Entwicklung und offenbart zum Schluss verborgene Seiten. Sie ist auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater und Don unterstützt sie dabei.

Mein Fazit:

Dieses Buch erzählt eine leichte, dennoch tiefgängige Liebesgeschichte mit zwei wundervollen Charakteren. Ähnlich wie Sheldon verursacht Don durch seine Art unfreiwillig komische Situationen. Und obwohl er glaubt nicht zu Liebe fähig zu sein, ist Don einer der gefühlvollsten Charaktere, die mir untergekommen sind. Rosie bezaubert mit ihrer spritzigen Art, hegt jedoch auch ihre Geheimnisse. Don und Rosie sind für alle ein gutes Bookdate. Humorvoll, herzerwärmend und absolut liebenswert!

© Cover- und Zitatrechte liegen bei S. Fischer

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