„Vielleicht mag ich dich morgen“ von Mhairi McFarlane

12270564_1039438952745073_2066344300_nErschienen in: Knaur TB Mai
Originaltitel (Englisch): Here´s looking at you
Ausführung: Taschenbuch, S.496
ISBN: 978-3-426-201551647-8
Preis: 9,99€ [D]
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Aureliana hatte es wirklich nicht leicht zu Schulzeiten. Nicht selten bekam sie, das pummelige Mädchen, die Schmach ihrer Klassenkameraden als beliebtes Mobbig Opfer zu spüren. Und auch ihr Schwarm, James Fraser, leistete seinen Beitrag dazu. Jetzt 16 Jahre später scheint Aureliana, die sich heute Anna nennt und auch optisch, nun ein schlanker Männermagnet, nicht mehr an ihr früheres Ich erinnert, diese Erlebnisse hinter sich gelassen zu haben. Doch das anstehende Klassentreffen und die Begegnung mit James Fraser lassen die Geister der Vergangenheit wieder aufleben.

„Vielleicht mag ich dich morgen“ (2015) ist Mhairi McFarlanes zweiter Roman. Mit ihrem Debütwerk „Wir in drei Worten“ und der Geschichte um Rachel und Ben hat die Autorin 2013 erstmals Aufmerksamkeit erregt.

Nachdem James, wie auch der Rest ihrer früheren Klassenkameraden Anna auf dem Klassentreffen nicht erkannt haben, freut sich diese darüber endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können. Doch die Tatsache, dass sich ihrer beider Wege auf beruflicher Ebene kreuzen macht dies nicht leicht. Und so beschließt Anna James Unwissenheit über ihre Person etwas auszukosten.

Der Roman wird in personaler Form abwechselnd aus Annas und James Perspektive erzählt, was dazu beiträgt sich besser in die Gedanken und Gefühle der beiden Charaktere hineinzuversetzen. So lernt man nicht nur die Unsicherheiten Annas kennen, sondern auch James, des betrogenen und verlassenen Ehemanns. Andere Charaktere wie beispielsweise Annas Schwester Aggy und deren Hochzeit nehmen ebenso einen nicht geringen Stellenwert innerhalb der Erzählung ein. Der oft ironisch sarkastische Sprachstil zeigt sich besonders in den Dialogen und trägt sehr zum Unterhaltungswert des Romans bei. Leider verliert die Handlung und ihre Ausgangssituation im Verlauf des Romans etwas an Spannung, wodurch das Happy End sehr plötzlich und dadurch etwas kitschig erscheint.

Mein Fazit:
„Vielleicht mag ich dich morgen“ von Mhairi McFarlane ist ein schöner Roman für die Lektüre zwischendurch. Doch ist die Handlung „vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan“ etwas klischeehaft und voraussehbar. Auch zieht sich die Handlung stellenweise in die Länge, wie beispielsweise zu Beginn des Romans. Dennoch lohnt sich die Lektüre, da Passagen wie etwa Annas Blind-Dates oder die Szenen mit James Kater Luther so manches Mal schmunzeln lassen.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei Knaur TB

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