„Zeugenkussprogramm“ von Eva Völler

SONY DSCErschienen in: One Verlag August 2015
Ausführung: Hardcover, S. 365
ISBN: 978-3-8466-0015-3
Preis: 14,99 € [D]
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Von einem Tag auf den anderen ist für Emily alles anders. Und das ausgerechnet nur, wegen des neuesten Freundes ihrer Mutter. Warum muss dieser auch der Mafia eine Software klauen, die ausgerechnet nicht funktioniert? Jetzt sitzt Emily in der Patsche und muss ins Zeugenschutzprogramm. Die Idylle auf dem Land droht Emily zu ersticken, doch dann erscheint ihr Personenschützer auf der Bildfläche. Pascal soll mit ihr zur Schule gehen und ist bereit sein Leben für sie zu riskieren. Doch kann sie ihm und ihren Gefühlen wirklich trauen?

Eva Völler, bekannt durch ihre Zeitenzaubertriologie, wartet nun mit ihrer nächsten Jugendbuchreihe auf. „Zeugenkussprogramm“ ist der erste Band der Reihe Kiss&Crime.

Die Idee des Zeugenschutzprogramms für einen Krimi ist nichts Neues. Allein die Umsetzung unterscheidet die vielen Titel voneinander. In dieser Geschichte wird das Leben von Emily, 17, von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ein Mafiaboss sucht eine Software, mit deren Hilfe er Zugriff auf hunderte Bankverbindungen bekommen würde. Und ausgerechnet der neue Freund ihrer Mutter soll diese geklaut und in Emilys Zuhause versteckt haben. Nach einem Angriff wird ihre Familie ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und zieht aus der Großstadt aufs Land. Für Emily eine Katastrophe. Doch glücklicher Weise kommt auch ihr Zeugenschützer Pascal aufs Land. Doch statt Emily nur davon abzuhalten sich zu verraten, muss er schon bald ihr Leben beschützen.

Der Anfang läuft etwas langsam an und wirkt holprig. Sprachlich gesehen versucht sich der Roman an einer einfachen Jugendsprache, nicht zu übertrieben, nur der Beginn wirkt etwas gestelzt und gezwungen. Mit dem ersten Angriff auf die Familie, verfliegen die sprachlichen Schwierigkeiten. Spannend berichtet der Roman von den ersten Angriffen und Drohungen, die Emily auf ihrem Handy erhält. Der Grundton zwischen den Spannenden Ereignissen bleibt leicht und lustig. Eva Völler entwickelt viele familiäre Szenen, die zum Schmunzeln anregen und auch ans Herz gehen.

Emily ist zunächst, verständlicher Weise, überfordert und weiß nicht, wie sie handeln soll. Halt geben ihr ihre Mutter, deren mangelndes Urteilsvermögen für die Männer erst die Situation heraufbeschwor, ihre lustig skurrile Oma, die noch jedes Ereignis für einen ihrer Romane verwerten kann und natürlich Pascal. Pascal ist ein klassischer Held, immer zwiegespalten zwischen seiner Pflicht, seinen Vorschriften und seinen Gefühlen. Dennoch sehr sympathisch und wirkt im Gegensatz zu Emily etwas reifer, die hin und wieder unüberlegt handelt. Hinzu kommen noch viele andere Figuren, deren Hintergründe zunächst nicht klar sind, wie weniger bedeutsame Nebencharaktere wirken und zum Schluss eine tragende Rolle erhalten und der Geschichte eine Interessante Wendung geben.

Mein Fazit:

„Zeugenkussprogramm“ von Eva Völler ist ein lustiger leichter Spannungsroman (paradox aber funktioniert), der zu Beginn ein wenig Anlauf nehmen muss, doch dann flüssig zu lesen ist. Ein schöner Jugendroman, ideal für alle, die gerne etwas Spannung kombiniert mit Humor und einer Liebesgeschichte suchen.

© Cover- und Zitatrechte liegen bei One Verlag

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