Das neue ZVAB: ein neues Amazon Produkt

Hallo ihr Lieben,

wir wissen, dass die meisten Leser eher über rebuy, medimops und Co. ihre gebrauchten Bücher beziehen. Für Buchhändler und Sammler war jedoch lange Zeit das ZVAB „Das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher“ die meist genutzte Plattform. Über diese Plattform bieten und boten viele Antiquare ihre Waren online für Buchhandlungen und private Nutzer an.

Seit knapp einer Woche ist nun das neue ZVAB online. Vieles hat sich geändert, was vor allem die antiquarischen Händler dort bemängeln. Doch vorab, warum wurde die Seite überhaupt geändert? Die Seite gehört nun zu Abebooks. Abebooks gehört zur Amazongroup und ist ebenfalls eine Plattform für antiquarische Bücher. Mit dem Kauf des ZVAB will Amazon nun auch auf den Deutschen antiquarischen Markt zugreifen.

Was hat sich nun geändert?

Zum einen sollen nun Abbildungen der Bücher Pflicht sein, um die Angaben zum Zustand zu Ergänzen. Hinzu kommen pauschalisierte Preisangaben eine neue Suchmaske, in der die Suche nach Antiquariaten wegfällt und Empfehlungen der Redakteure. Außerdem kann der Kunde nun mit einem fünf-Sterne-System die Händler bewerten.
Doch all diese Änderungen haben ihre Nachtteile. Am häufigsten wird der Ablauf der gesamten Seite bemängelt. Das vorherige ZVAB war eine gute Seite, die vor allem für ihre Struktur und Funktionalität gelobt wurde. Wenn keine Abbildungen vorhanden sind, was noch immer bei vielen Titeln der Fall ist, erscheint ein grauer Platzhalter, was sich störend auf das Gesamtbild auswirkt. Weiterhin wird kritisiert, dass nun auch Bücher im Suchergebnis erscheinen, die nur entfernt etwas mit den Suchbegriffen zu tun haben.

Der größte Mangel, der vor allem von Buchhändlern und Händlern kritisiert wird, sind die pauschalisierten Versandkosten und neuen Preisangaben. Buchhändler nehmen von der Plattform Abstand bei der Bestellung, wenn Kunden den PC einsehen können. Die zuvor angegebenen Preise enthielten immer auch eine, wenn auch kleine, Gewinnspanne. Der Wegfall dieser Spanne macht es schwierig dem Kunden einen Preis zu erläutern, der eine solche nachträglich enthält. Die Versandkosten selbst sind sehr undurchsichtig. Bei einem eigenen Test betrugen die Kosten mal drei Euro, mal einen Euro oder auch fünf Euro. Aus welchem Grund konnte jedoch nicht ermittelt werden.

Alternativen:

Es gibt glücklicherweise noch Alternativen zum ZVAB. Auf antiquariat.de können zu ähnlichen Bedingungen antiquarische Bücher und Antiquariate gesucht werden. Es werden dort allerdings nicht ganz so viele Titel angeboten, wie im ZVAB. Ansonsten lohnt es sich auf Flohmärkten und noch existierenden Antiquariaten zu stöbern oder in der Buchhandlung zu bestellen. Als Gegenleistung für die kleine Gewinnspanne erhält man dort auch persönlichen Service und Beratung zu anderen Titeln.

Eure Twolittlebibliophiles

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